Rhythmische Massage PDF Drucken E-Mail

Im Verlauf der letzten Jahrzehnte hat sich eine Fülle körperbezogener Therapien entwickelt. Diese Tatsache spiegelt wieder, dass es heute Menschen gibt, die den Körper und seine Befindlichkeiten sehr viel intensiver wahrnehmen, als dies noch vor 20 oder 30 Jahren der Fall war. Auch hat das Bedürfnis zugenommen den Körper unmittelbar zu fühlen d.h. seine Grenzen physisch zu erfahren.
Zugleich haben sich neue Krankheiten entwickelt, die in den Grundgeweben des Mesenchyms ablaufen. Körpertherapien werden nicht nur aus der klassischen Massage der europäisch entwickelten Physiotherapie entwickelt, sondern werden traditionell seit alters her in entfernt liegenden Kulturkreisen z.B. Indiens und Chinas ausgeübt. Sie werden heute weltweit angeboten und im medizinischen Behandlungsplan integriert. Eine Zusammenschau der unterschiedlich erscheinenden Massageweisen macht deutlich, dass sie sich an den Lebensprozessen des Körpers orientieren.
Die klassische Massage wirkt besonders auf die neuromuskulären und bindegewebigen Funktionen. Während der Behandlungen wurde zunehmend die Erfahrung gemacht, dass das Unbewusste des Menschen durch die Streichungen auf der Haut angeregt wird und sich verborgene seelische Prozesse lösen. Diese klinisch gewonnene Beobachtung führte dazu, dass Frau Dr. med. Ita Wegmann in Zusammenarbeit mit Dr. Rudolf Steiner aus den bewährten äußeren Anwendungen der Naturheilkunde die Rhythmische Massage weiter entwickelte. Sie tat dies entsprechend dem anthroposophischen Menschenbild, das davon ausgeht, dass sich ein Mensch in seiner physischen Erscheinung aus geistigen Impulsen heraus gestaltet und jede Therapie nicht nur die körperliche Sphäre und deren Lebensprozesse anspricht, sondern auch Empfindungen und Gefühle berücksichtigt und damit auf die Persönlichkeitsstruktur einwirkt. (Siehe Geschichte der R.M.)